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alles gleich schwer

alles gleich schwer
Jetzt ist die Kunst
vom Körper abgelöst.
Sie steht im Raum
oder hängt platt an der Wand.
Jan Joswig in nackt im wind

Nun kann auch ich mich nicht länger zurückhalten, mein bestes zur helmut lang ausstellung in hannover zu geben. einen ausführlichen text wird es später gedruckt in einer großen deutschen tageszeitung geben. vorerst möchte ich hier freimütig kommentieren, was bisher so in anderen medien passiert ist. auf den artikel von ulf poschardt in der welt am sonntag von vor zwei wochen hatte ich bereits an anderer stelle hingewiesen. vor zwei tagen dann ein rundumschlag claudius seidls (leider nicht mehr kostenfrei) in der Frankfurt Allgemeinen Sonntagszeitung. Die TAZ hat auch bereits zugeschlagen und blogwise wussten Mary, Julia und Jan auch schon etwas zu sagen. Letzterer eher allgemein im de:bug Blog, kritischer dann bei nackt im wind mit herrlichen Formulierungen und Wortfindungen. So schließt der Beitrag mit den Worten

Aus der saisonalen
Scheiße der Mode
ist er in der Ewigkeit des
Ur-Stofflichen angelangt.
Da braucht ihn nicht zu interessieren,
ob man ihm unterstellt,
er würde nur in Kunst machen,
statt Künstler zu sein.

Jan Joswig in nackt im wind

und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Dass Helmut Lang es aber "besser lassen" sollte, wie Marcus Woeller in der TAZ fordert, finde ich nicht. Warum denn bitteschön nicht auch mal Kunst!? So sieht Lang selbst sein Kunsttun als "logische Konsequenz im Handeln eines Menschen, der immer auf der Suche ist, das was ihm wichtig ist, in der geeignetsten Form auszudrücken." Das vestehe ich so, dass er im Grunde keinen Unterschied sieht in seiner Tätigkeit als Modedesigner oder eben als Künstler (etwas, dass ich normalerweise unterschreiben würde).
Ganz so einfach ist es aber leider nicht mit dem Überschreiten der Schranken, besonders der in unseren Köpfen. Helmut Lang möchte sich also ausdrücken, warum denn auch nicht!? (Nunja, er hat ein bißchen mehr Geld und ein paar mehr Fans als andere mitteilungsbedürftige Menschen.) In diesem einen (Ausdrucks)Fall können wir ja auch einfach mal wegsehen, wenn es uns nicht gefällt oder uns mit Absolut Vodka betrinken... denn auch mit kleinen (Kunst)Abenteuren ändert sich nichts an der Tatsache, dass Helmut Lang einer der größten Männer in der Mode im ausgehenden 20. Jahrhundert ist/war. Das reicht doch auch erstmal. Denn es ist eben nicht "gleich schwer" toller Modemacher und/oder toller Künstler zu sein.

maibaum alles gleich schwer
alles gleich schwer alles gleich schwer
mehr Bilder hier >>>

Silke Werzinger, Illustratorin Berlin

Illustrations by Silke W.

Schlägt man ein deutsch sprachiges Modemagazin auf, sieht man sie sofort: Die Illustrationen von Silke Werzinger. Von der Brigitte und der Maxi bis zum TUSH und INDIE Magazine, alle schwören sie auf Silkes unverwechselbaren Stil. Aber auch internationale Magazine wie das WAD Magazine und die NYLON haben ihr Talent entdeckt und beauftragen Silke immer häufiger, ihre Artikel zu verschönern. Ihre Diplom Arbeit “Pimp my Life”, die noch im Regal steht und darauf wartet veröffentlicht zu werden, wurde mit dem Red Dot Design Award, dem Gute Gestaltung 09 Preis und dem Junior ADC Award 2008 ausgezeichnet.
Momentan kann man Silkes Arbeit in der aktuellen NEON bewundern, dem NEON Taschenbuch “200 Tricks für ein besseres Leben” und natürlich auf ihrer Website, wo man beim Rumstöbern schon mal die Zeit vergessen kann.

Portrait_Silke1


Wie kam es dazu, dass Du heute als Illustratorin arbeitest?

Ich habe, ganz klischeehaft, schon als kleines Kind immer gezeichnet und daher stand es für mich schon sehr früh fest, dass ich etwas in dieser Richtung machen möchte. Damals wusste ich noch nicht, welche Berufsbilder es in dem Bereich gibt und habe daher immer gesagt, dass ich Werbegrafikerin werden will. Ich habe dann nach dem Abitur begonnen, Kommunikationsdesign zu studieren, in dem Illustration nur ein Teilbereich ist. Ende 2005 bin ich dann für ein halbes Jahr nach Berlin gegangen, um dort ein Praktikum in einer Illustratorengemeinschaft zu machen. In dieser Zeit habe ich bewusst angefangen, mir einen eigenen Stil zu erarbeiten und mich mehr und mehr auf Illustration zu konzentrieren. Die Zeit in Berlin hat mich sehr geprägt und ist für mich sehr wertvoll. Ab da war mir klar, dass ich Illustratorin werden will.

Kannst Du dich noch an deinen ersten richtigen Job erinnern?

Ja, mein erster Job war richtig toll, für das TUSH Magazin. Ich sollte einen Artikel über Intim Waxing illustrieren.

Illustrations by Silke W. Illustrations by Silke W.

Was schätzt Du an der Arbeit als Illustratorin?

Einerseits finde es sehr gut, dass ich frei arbeiten kann. Ich habe auch schon in Agenturen gearbeitet, habe da aber schnell gemerkt, dass ich den Freiraum brauche meinen eigenen Alltag zu gestalten und selbst zu entscheiden wann ich meine Arbeit erledige. Außerdem finde ich es sehr wichtig, mich selbst ausdrücken zu können und meine eigenen Interessen in die Arbeit einfließen zu lassen und das kann man eben erst richtig, wenn man frei arbeitet.

Wie kommst Du an Aufträge?

Ich habe Anfang 2006 meine Arbeiten an ein paar Magazine geschickt und daraufhin gleich zwei Jobs bekommen. Danach hat es sich dann ganz langsam gesteigert und als ich Anfang 2008 mit dem Studium fertig war, konnte ich schon von meiner Arbeit leben, ohne dass ich zwingend Akquise machen musste.

Illustrations by Silke W.

Du fertigst viele Illustrationen für Mode Magazine an. Spielt Mode eine große Rolle in Deinem Leben?

Ich arbeite sehr gerne für Modemagazine. Mode ist mir schon sehr wichtig, aber nicht im Sinne, was welcher Designer auf den Laufsteg bringt. Ich schaue mir einfach wahnsinnig gerne Menschen und ihre Stile an und dafür eignet sich eine Stadt wie Berlin sehr gut.

Was inspiriert Dich?

Nichts bestimmtes, ich gehe sehr gerne in Ausstellungen und kaufe mir viele Magazine und Bücher. Oft setze ich mich einfach in ein Café und schaue mir die Menschen an.

Hast Du Künstlervorbilder?

Ich habe keine wirklichen Vorbilder, aber ich sehe mir gerne vieles an. Ich liebe z.B die Zeichnungen von Egon Schiele. Bei Illustratoren mag ich derzeit die Arbeiten von Erik M. Sandberg und Jeanne Detallant sehr gerne.

Illustrations by Silke W.

Wie entstand die Idee für Deine Diplomarbeit “Pimp my Life”?

Begonnen hat alles damit, dass ich mich bei StudiVZ angemeldet habe. Wenn das Profil eingerichtet ist, kommt als erstes die Meldung „Du hast keine Freunde“. Das klang erstmal bitter, aber auch interessant. Ich begann mich zu fragen, wie Leute über solche Plattformen Identität gewinnen. In „Pimp my Life“untersuche ich das genauer, die Form der Identitätsbildung, aber auch Selbstentblößungen und das Kreieren von Persönlichkeiten. Was stellen Leute ins Internet und warum? Das Thema bin ich in meiner Arbeit mit viel Humor angegangen, was mir sehr liegt.


Kann man das Buch irgendwo kaufen?

Nein, leider noch nicht. Es sollte eigentlich bei Onkel und Onkel verlegt werden, einem kleinen Kreuzberger Verlag. Das Problem ist, dass das Buch eigentlich gar nicht für die Produktion konzipiert ist, es war eher als Wettbewerbsbuch gedacht. Das Buch enthält viele Basteleien, Spiegel-und Glitzerfolien, pop-ups und auch Musik. Das macht es eben sehr schwer das Buch zu produzieren.

Silke W.'s Büro

Weitere Fotos, hier.

Autocenter zeigt "Cargo"

Bild 2
Santiago Sierra, Person Obstructing a Line of Containers. Kaj 3 Frihamnen, Stockholm, Sweden. February 2009. Courtesy the artist and Lisson Gallery

cargo
Kader ATTIA, Frank BREUER, Simon FAITHFULL, Jan KÖHLER, Isa MELSHEIMER, Paul POET, Hans OP DE BEECK, Santiago SIERRA, Milica TOMIC

cargo manifest
Julieta ARANDA, Tjorg Douglas BEER, Marc BIJL, Norbert BISKY, Slater BRADLY, Marc BRANDENBURG, Steven CLAYDON, Peter COFFIN, Jason DODGE, Frauke EIGEN, Thomas ELLER, Hans-Peter FELDMANN, Ryan GANDER, Axel GEIS, Sebastian HAMMWÖHNER, Eberhard HAVEKOST, Mathilde TER HEIJNE, Alexander HEIM, Uwe HENNEKEN, Gregor HILDEBRANDT, Andreas HOFER, Graham HUDSON, Volker HUELLER, Sofia HULTÉN, William HUNT, James IRELAND, Lisa JUNGHANß, Annette KELM, John KLECKNER, Alicja KWADE, Chris LARSON, Tim LEE, Alastair MACKINVEN, Kris MARTIN, Jonathan MEESE, Michaela MELIÁN, Isa MELSHEIMER, Laurent MONTARON, Adam PENDLETON, Bernhard PRINZ, Jen RAY, Daniel RICHTER, Kirstine ROEPSTORFF, Michael SAILSTORFER, Thomas SCHEIBITZ, Norbert SCHWONTKOWSKI, Heji SHIN, Daniel SINSEL, Andreas SLOMINSKI, Florian SLOTAWA, Paul SNOWDEN, Peter STAUSS, Katja STRUNZ, Paloma VARGA WEISZ, Gabriel VORMSTEIN, Susanne M. WINTERLING, Johannes WOHNSEIFER, Amelie VON WULFFEN

cargo vision
Victor ALIMPIEV, Dara BIRNBAUM, Suzon FUKS, Katarzyna KOZYRA, Marcel ODENBACH, Julia OSCHATZ, Alexandra RANNER, ROTHSTAUFFENBERG, Christoph SCHLINGENSIEF, Corinna SCHNITT

Alexander Klose
Das Container-Prinzip. Vortrag und Visual Essay am 9 Oktober 2009, 19:00

kuratiert von / curated by Anna-Catharina Gebbers

22. September - 17. Oktober 2009,
Eröffnung / Opening: 19. September 2009, 20:00

Kunsthalle Autocenter
Joep van Liefland & Maik Schierloh
Eldenaer Str. 34a (via James-Hobrecht-Str), 10247 Berlin
www.autocenterart.de

Unterwegs...


credit: La Biennal di Venezia

Nach der Kopenhagen Designweek dieses Wochenende die Biennale in Venedig. In den nàchsten Wochen dann die Zusammenfassung meiner Erlebnisse...

Drastic Makeup



Bob hat übrigens auch Felgen lackiert in Wagenfarbe! Andere sagen auch "Turnschuhe" dazu.

I'm a Smoker in Favour



Ich mag Florian Heinke, den Frankfurter Städelschüler mit den großen cineastischen Bildern. Und wenn ich einmal eine sehr große Wand habe, dann wird da sicher ein Heinke dranhängen. Und Ja, Rauchen tut er gerne. Liebe Grüße nach Frankfurt :)

Nomenus Quarterly - Das teuerste Magazin der Welt!

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credit: nomenus quarterly


Mit Nomenus Quarterly verhält es sich in ungefähr so: Jemand ist nachts in mein Schlafzimmer eingedrungen, hat ein paar Drähte an meinem Kopf befestigt, mein Vorstellungsvermögen angezapft und dann ein Magazin auf den Markt gebraucht, von dem ich buchstäblich nachts träume. Zu kaufen ist das nun "teuerste Magazin der Welt" für rund $6.500 pro Ausgabe. 10 Stück gibt es insgesamt, so dass sich der Preis ja schon fast zu lohnen scheint! Hinzu kommt, dass das gute Stück Originalbilder enthält, u.a. von Anselm Kiefer und Lucian Freud. Die Fotografen Adam Fuss und Roger Bollan haben auch etwas dazu beigetragen. Als Modedesignerin ist Ann Demeulemeester mit dabei. Ganz klar spreche ich hier eine Kaufempfehlung aus, für all jene, die gerade ein wenig Geld über haben, auf der hohen Kante oder den Kauf eines neuen Autos noch ein paar Monate aufschieben können. I believe the internet exists as a place for physical things... for objects. (Weiterlesen)

Wer sich doch lieber für den gebrauchten Kleinwagen enscheiden mag, der kann Teile des Heftes auch online ansehen. Weitere Informationen hier.

Listening with my eyes

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credit: listening with my eyes

"The fusion between typography and body language in kinetic typographic mobiles. The liberation of type from the two dimensional page to dance a duet with its author. This project has evolved from extensive research and conceptual development to its present incarnation of exhibits, and a soon to be released retail collection..." (weiterlesen)

Life und in Aktion gibt es das ganze zu sehen ab heute abend 19 Uhr (bis zum 15.08.) in der Lucas Carrieri Art Gallery, Torstrasse 96, 10119 Berlin, Mitte

no editions

no edition no edition no edition no editioncredit: no editions via 11/13

"no editions _ no duplicates _ no repetitions. men's and women's clothing, accessories and other objects. Every item, style or object presented under the ' no editions ' name is produced only once with a unique print design or other decoration. Each design or item is part of an online archive -- once an item is sold or otherwise becomes unavailable it is marked - not available - but it remains visible as part of the online series and archive. The individual print designs are created and grouped in series. Each series is listed online with a title, information about the style, material, and the amount of items in this series -- this information is printed on the inside of every item, along with its unique serial number and the ‘ no editions ’ logo..." (weiterlesen)

Monomaniac

monomaniac MONOMANIC/Sticks of Happines MONOMANIC/Sticks of Happines MONOMANIC/Sticks of Happines MONOMANIC/Sticks of Happines MONOMANIC/Sticks of HappinesMONOMANIC/Sticks of Happines

Ich kann die gewisse Faszination für gewisse Dinge sehr gut nachvollziehen. Kabelbinder z.B. - zum Binden von Kabeln. Mit an Autismus grenzender Akribie, Teil für Teil aneinandergefügt. Obsessiv, wie Ulrik Martin Larsen, Teilnehmer beim letzten createurope Wettberwerb und heute Stipendiat in Berlin. Gemeinsam mit denen von Surplus Wonder konnte man seine Arbeiten sehen bis vorgestern in Friedrichshain im Showroom von createurope. Irgendwie sind sie "in" derzeit, die Dänen. Mehr Informationen hier.

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